Planung / Weiterentwicklung

Zuständigkeiten

(aktualisiert im November 2014). Die DFBL hat derzeit keine nationale Anerkennung als eigenständiger Sportverband, sie ist formal ein Gremium in der Organisation des DTB.
Basierend auf dieser Tatsache, stellt sich die tägliche Arbeit der Faustballfunktionäre mehr als schwierig dar, in diesem Artikel soll lediglich und beispielhaft für zahlreiche weitere auf zwei Themen eingegangen werden.
Das der Finanzen und das der Mitgliederverwaltung.

Die finanzielle Situation stellt sich genauso unbefriedigend wie wenig transparent dar. In den Ländern gehen Meldegelder der Mannschaften und Passgebühren direkt an die LTVs. Diese stellen im Gegenzug seinem Landesfachausschuss Faustball (LFA) ein Budget zur Verfügung. Allerdings meistens nicht in Form eines festen finanziellen Rahmens, über den der LFA verfügen kann. Alle Gelder sind an einen bestimmten Verwendungszweck gebunden und werden erst bei Einreichen der entsprechenden Rechnung, bzw. bei der Maßnahme freigesetzt.
Die genauen Kosten sind dem Landesfachwart oftmals nicht bekannt, denn Bildungsmaßnahmen oder Kosten für Sitzungen werden nicht mit dem wirklichen Wert beziffert, sondern mit einer Kennzahl, deren Bedeutung dem LFA verborgen bleibt. Durch diese Handhabe besteht keinerlei Controllingmöglichkeit: Wie viel Geld wurde aus dem Etat bereits verbraucht, wie viel kann noch investiert werden, bleibt am Jahresende etwas übrig, oder bekommen wir im November die Mitteilung, dass die Mittel aufgebraucht sind?

Die geschilderte Situation trifft aber nicht auf alle LTVs zu. Es gibt auch sehr gute Beispiel, in denen die LFW eng und vertrauensvoll mit dem LTV zusammenarbeiten und dadurch viele Gelder für den Faustball generieren können.

Lieder kann aber oft die Faustballführung in vielen Ländern nicht selbst über die Verwendung seiner Gelder entscheiden, sondern ist hierbei von der Willkür des LTV abhängig.

Auch auf Bundesebene ist die finanzielle Situation bisher erschreckend schlecht. Öffentliche Förderungen des Bundes gehen generell nur an die Sportverbände, die im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) Mitglied sind. Faustball kann dieses nicht vorweisen, denn man ist ja nur über den DTB Mitglied, und dieser erhält seine Förderungen aus dem Topf der olympischen Sportarten, wovon beim Faustball natürlich nichts ankommt.
Doch seit 2014 kommt Faustball – sicher auch ein Verdienst der DFBL – als World-Games-Sportart erstmals in den Genuss der öffentlichen Förderung.
Mit den Geldern hofft man, die umfangreichen Kosten der Nationalmannschaften und deren Meisterschaften in Zukunft abdecken zu können. Damit wären eventuell Mittel für Fördermaßnahmen zur Ausbreitung des Faustballs frei.

Denn hauptsächlich nur aufgrund eigener generierter Gelder der DFBL (Mitgliedsgebühren, Meldegelder der DMs, Sponsoringseinnahmen) konnte und kann sich der Faustball über Wasser halten.

Das Thema Mitgliederzahlen ist den meisten Faustballern ein Begriff, denn seit Jahren spricht man offen über deren Rückläufigkeit im Faustball. Diese scheint auch eine Tatsache zu sein, die DFBL geht nach intensiver Recherche davon aus, dass man in den Jahren 1995-2004 einen Rückgang von 41.000 auf 25.000 Faustballer hatte. Seit der Gründung der DFBL konnte dieser Abwärtstrend gestoppt werden, heute geht man von rund 28.000 Faustballern in Deutschland aus.

Trotzdem müssen folgende Fragen genau aufgearbeitet werden:
Wie viele Faustballer gibt es in Deutschland?
Wie viele davon aktiv mit Spielerpass und wie viele als passive Mitglieder?
Wie ist die Altersstruktur der Sportart?
Wie viele Kinder gibt es, wie viele Jugendliche, Erwachsene und Senioren?
Wie viele männliche und weibliche Faustballer gibt es und in welchen Altersschichten?

Auf alle diese Fragen gibt es derzeit nach umfangreichen Recherchen erste Antworten, die die o.a. geschätzten Zahlen der Tendenz nach bestätigen.
Denn nur mit den grundlegendsten statistischen Werten kann eine Sportart verwalten, Entwicklungen und Tendenzen ablesen und auf diese adäquat reagieren.

Auch aus diesem Grund ist die Mitgliedschaft aller Vereine in der DFBL so wichtig.

Diese Vereine helfen aktiv mit, den Faustball endlich auf die Beine einer anständigen Verwaltung zu stellen. Stand 1. November 2014 sprechen wir dabei übrigens von rund der Hälfte der deutschen Vereine, allerdings sind alle leistungsmäßig wichtigen Vereine vertreten.
Aber gerade die kleinen Vereine sollten sich auch auf den Weg machen und sich für eine Mitgliedschaft entscheiden.

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