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Der Feld-Teamcheck der Nord-Frauen

MIt dem Sieg beim TKH-Turnier im Rücken startet der Ahlhorner SV in die Liga. (Foto: DFBL/Schönwandt)
> MIt dem Sieg beim TKH-Turnier im Rücken startet der Ahlhorner SV in die Liga. (Foto: DFBL/Schönwandt)

Brettorf (DFBL/ssp). Auch in dieser Feldsaison wagt die Deutsche Faustball-Liga in Person von Sönke Spille einen Blick voraus – hier kommt sein Teamcheck für die Nord-Bundesliga der Frauen.

Ohligser TV
Vor zwölf Jahren begann das Abenteuer Faustball im größten Solinger Sportverein, dem Ohligser TV. Das irgendwann einmal eine Bundesliga-Mannschaft das Thema sein könnte, grenzt immer noch an ein kleines Märchen. Dieses Abenteuer gehen die Frauen aus dem Bergischen Land nun gut vorbereitet an. Das Team hat eine tolle Entwicklung genommen. Nach vier Jahren des Etablierens in der 2. Bundesliga gab es in der Hallensaison 2015/2016 mit Rang fünf ein erstes Durchatmen, und die Bestätigung nicht immer und dauerhaft gegen den Abstieg spielen zu müssen. Im Sommer sollte es dann noch besser werden. Hinter dem übermächtigen TSV Bayer 04 Leverkusen reichtes es zum zweiten Rang. Zunächst zögerte der OTV, ob er den Schritt zu den Aufstiegsspielen wagen sollte, die Mannschaft entschied sich aber dafür und gewann auf der Heimspielanlage in Wuppertal-Vohwinkel vor den Farbenstädtern. Im Winter gab es dann mit Rang vier in der 2. Bundesliga hinter den starken Teams aus Leverkusen, Hannover und Voerde einen weiteren positiven Zwischenstopp. Franziska Hafer vom Hammer SC bereicherte das Team im Winter, wechselte nun aber vereinbarungsgemäß zu ihrem Heimteam zurück. Ergänzt werden die Ohligser im Sommer dafür durch die Defensivspielerin Dörthe Reiß aus Niedersachsen. Die Mannschaft um die U18-Weltmeisterin Kaja Hutz und den Schwestern Inga und Lea Maus wird komplettiert durch die bundesligaerfahrene Spielführerin Ann Kristin Stöckler, Jessica Marks und Verena Heidelberg. Das Saisonziel ist für die Truppe von Trainer Hartmut Maus der Klassenerhalt – doch dahin ist es ein weiter Weg…
Tipp: Der Schritt in die erste Liga ist noch ein wenig zu groß. In diesem Jahr wird sich der Aufsteiger im Kampf um den Klassenerhalt wohl noch nicht durchsetzen können…

TV Jahn Schneverdingen
Alle Jahre wieder…Aniko Müller wechselt zur Feldsaison ein weiteres Mal nach Schneverdingen. Während die Weltmeisterin von 2016 im Winter mit ihrem Heimatverein SG Stern Kaulsdorf lange um den Klassenerhalt zittern musste, sind ihre Ziele mit den Heidschnucken nun deutlich größere. Neben Müller kehrt Hinrike Seitz von ihrem halbjährigen Auslandsaufenthalt und mit ihr eine gehörige Portion Erfahrung auf der Zuspielposition zurück. Theresa Schröder, in der Hallensaison noch als Teamälteste im Team im Angriff aufgeboten, wird aufgrund ihres Studiums in der Spielzeit dagegen kürzer treten. Dies sollte der TV Jahn aber wohl auffangen können. Bereits in der Halle zeigten die „Jungen Wilden“ aus der eigenen Nachwuchsschmiede, dass sie in der Spitzengruppe der Liga mithalten können, fügten dem späteren Deutschen Meister aus Ahlhorn sogar die einzige Saisonniederlage (Liga und DM) zu. Auf dem Feld startet das Team aus der Lüneburger Heide nach dem Triumph 2016 in Bredstedt als Titelverteidiger. Als Ziel hat Trainerin Tine Seitz die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften in Moslesfehn ausgegeben.
Tipp: Mit der Rückkeher von Aniko Müller und Hinrike Seitz kehrt eine Menge Erfahrung in die junge Mannschaft. Der Deutsche Meister von 2016 schafft die DM-Qualifikation mit Platz zwei und hat damit in Moslesfehn die Möglichkeit den DM-Titel zu verteidigen.

SV Moslesfehn
Das DM-Ticket in der Tasche hat bereits der SV Moslesfehn, zumindestens fast. Einzig den Klassenerhalt muss der SVM schaffen, dann steht der Heim-DM im August nichts mehr im Wege. Und die Vorzeichen stehen gut. In die Hallensaison waren die „Mossis“ mit dem Ziel gestartet, besser zu spielen als im Vorjahr. Am Ende qualifizierte sich die Mannschaft für die DM in Stammheim und landete damit über den eigenen Erwartungen. „DM-Quali geschafft – DM-Party gerockt“, so das Moslesfehner Resümee. Für die Feldsaison kommen nun einige personelle Veränderungen auf das Team zu. Neben dem Weggang von Angreiferin Ulrike Schubert zurück zu ihrem Heimatverein VfK Berlin wird Michele Werth nach schwerer Knieverletzung und langer Pause wieder auf dem Faustballplatz mitwirken können. Auch am Seitenrand gibt es einen Wechsel. Manfred Grüning zieht sich etwas zurück und macht Platz für Till Oldenbostel vom TSV Bardowick. Dieser hat keine leichte Aufgabe vor sich, denn er muss seine Mädels in DM-Form bringen. Ziel wird es trotz des Ausrichterplatzes sein, die DM-Quali aus eigener Kraft zu schaffen. Denn eine Heim-DM ist etwas ganz besonderes für die Spielerinnen vom Querkanal – und diese wollen sie natürlich unvergesslich machen.
Tipp: Coach Oldenbostel wird einige Varianten im Hinblick auf die Deutschen Meisterschaften testen. Am Ende findet sich sein Team auf Platz drei wieder – und sichert sich auch sportlich das DM-Ticket.

TSV Bayer 04 Leverkusen
Neun Jahre lang musste man in Leverkusen warten, um endlich wieder ein Team in der 1. Bundesliga Nord stellen zu können. Doch während 2008 noch die Männer, erster Faustball-Weltpokalsieger überhaupt, in der Beletage des Deutschen Faustballsports um Punkte kämpften, haben ihnen nun die Frauen den Rang abgelaufen. So schaffte ein sehr junges und ambitioniertes Team den Aufstieg im Sommer und legte in der Halle direkt nach. Neben den etablierten Spielerinnen der ersten Mannschaft Marie und Ayleen Hodel, Stefanie Lebensorger, Jana und Lisa Hasenjäger sowie Jana Schmidt werden zur aktuellen Spielzeit Katrin Hagen und Michelle Ihnken aus der erfolgreichen U18 integriert. Mit Maya Mehle, Tochter von einem dieser ersten Weltpokalsieger, steht dazu eine weitere Jugendspielerin im Kader, die bereits Zweitligaluft schnuppern durfte.
Das Ziel soll sein, die Klasse zu halten, Erfahrungen zu sammeln und mit einer gesunden Balance zwischen „jung“ und „etabliert“ die Mannschaft athletisch und technisch weiter zu entwickeln. Damit soll der Grundstein gelegt werden, eine feste Größe in der 1. Bundesliga zu werden.
Tipp: Der Aufsteiger hat jüngst beim TKH-Turnier seine Qualitäten unter Beweis gestellt. Gleich im ersten Bundesligajahr schaffen die Rheinländerinnen den Klassenerhalt.

TSV Schülp
Der TSV Schülp startet zur Feldsaison 2017 wieder mit komplettem Kader. Sandra Tritt und Nadine Kowalczyk sind aus der Babypause zurück. Letztgenannte wird dabei erstmals die Funktion als Spielertrainerin übernehmen. Auch Kim Reimers hat ihren Ausflug in den Süden beendet und stößt quasi neu zum Team dazu. Lea-Sophie Himmelhan dagegen verlässt das Team aus beruflichen Gründen, so dass der TSV mit einem großen 9er-Kader in die Saison startet. Doch die Vergangenheit hat den Schleswig-Holsteinerinnen gezeigt, dass es ohne diese Größe kaum geht, immer wieder die eigens gesteckten Ziele durch personellen Ausfällen verpasst wurden. Besonders motiviert dürften Angreiferin Svenja Bergmann sowie Allrounderin Nora Auffarth sein, die von Silke Eber erstmals eine Einladung zum Bundeslehrgang erhalten haben. Das Ziel der Norddeutschen wird in diesem Jahr sein, den Klassenerhalt so schnell wie möglich zu sichern und dann einen guten Mittelfeldplatz zu ergattern. In die umfangreiche Vorbereitung starteten sie wie gewohnt früh, waren auf den Turnieren in Berlin sowie Hannover zu Gast. Die Liga scheint für die Schülperinnen in diesem Jahr sehr ausgeglichen zu sein, als klaren Favoriten sehen sie jedoch den Ahlhorner SV.
Tipp: Schülp findet sich in der Saison im Tabellenmittelfeld wieder: Wie beim TKH-Turnier landet der TSV auf Rang sechs.

Ahlhorner SV
Die Erwartungen beim Ahlhorner SV sind in dieser Saison wahrscheinlich größer denn je. Zweimal Vize und zuletzt sogar der überraschende Deutscher Meistertitel lässt den Druck größer werden, nun an diesen Erfolgen weiter anzuknüpfen. Die DM-Qualifikation hat oberste Priorität, aber auch der Europacup in Jona ist für dem ASV ein großes Highlight, auf das sich das Team von Trainerin Edda Meiners bereits stark fokussiert. Um bereits einen ersten Blick auf die „internationale“ Konkurrenz zu werfen, war den Blau-Weißen, auch wenn nicht der gesamte Kader mitreiste, die Teilnahme an den Stuttgart Open sehr wichtig. Im Kader hat sich nichts verändert. Während der Saison sollen dann vermehrt Nachwuchsspieler integriert werden, da Jacqueline Zaddach ihren Abschied zum Saisonende angekündigt hat. Besonders zielgerichtet blicken die Ahlhornerinnen auf die Saison, zumal gerade einmal zwei DM-Tickets vergeben werden. Und die Deutschen Meisterschaften, quasi vor der eigenen Haustür, will die Mannschaft um jeden Preis erleben.
Tipp: Ahlhorn geht nach den Erfolgen der letzten Jahren und dem Turniersieg beim TKH-Turnier mit der Favoritenrolle in die Saison – und wird dieser auch gerecht: Nordmeister und DM-Teilnahme in Moslesfehn.

VfL Kellinghusen
Zweimal Platz fünf – so endeten für die Frauen des VfL Kellinghusen in der letzten Feld- und Hallensaison die Bundesligaspielzeit in der Tabelle. Für das junge Team zufriedenstellende Resultate nach drei Jahren in der Beletage des deutschen Faustballs. Nun wollen die VfL-Frauen in der Feldsaison angreifen und peilen einen vorderen Tabellenplatz an. Erreichen wollen die Schleswig-Holsteinerinnen dies mit einem fast identischen Kader. Neben den sieben Spielerinnen aus der abgelaufenen Saison stehen dem Trainergespann Rouven Kadgien und Bernd Schneider als achte Spielerin Neuzugang Katrin Wauer vom TSV Breitenberg zur Verfügung. Sie soll die Abwehr der Störstädterinnen verstärken, die damit zum ersten Mal mit einem Kader von acht Spielerinnen in eine Saison starten.
Tipp: Aller guten Dinge sind drei: Auch in der Feldsaison 2017 findet sich der VfL Kellinghusen im Mittelfeld der Tabelle wieder – Platz fünf.

TV Brettorf
Gleich doppelt schaffte der TV Brettorf in den letzten beiden Spielzeiten den Klassenerhalt im Faustball-Oberhaus. Während die Mannschaft aus dem Landkreis Oldenburg in der vergangenen Feldsaison mit einem eindrucksvollen Schlusspurt den Klassenerhalt selber perfekt machte, profitierten die Schwarz-Weißen in der Halle vom Rückzug des MTSV Selsingen – und das in doppelter Hinsicht. Neben Rieke Buck, die in ihre zweite Feldsaison als TVB-Trainerin geht, verstärkt mit Laura Marofke eine weitere Selsingerin den Brettorfer Kader. Gemeinsam mit Rika Meiners, Laura Cording, Ida Hollmann und Karen Kläner bildet sie den recht kleinen Kader des TVB, der an den Spieltagen aber von weiteren jungen Spielerinnen ergänzt wird. Fehlen wird indes Laura Koletzek, die sich an einem Hallenspieltag erneut schwer am Knie verletzte und Buck nun an der Seitenlinie unterstützen wird. Für die kommende Spielzeit möchten die jungen Spielerinnen gerade von der Erfahrung der Vize-Weltmeisterin Marofke profitieren – und sich in einer ausgeglichenen Liga als feste Größe etablieren.
Tipp: Wird der TV Brettorf vielleicht für die große Überraschung sorgen? Mit Laura Marofke haben die Brettorferinnen im Angriff eine Menge an Erfahrung gewonnen. Mit der Euphorie im „faustballverrücktesten Dorf Deutschlands“ marschiert der TVB auf Rang vier.

MTV Hammah
Sportlich musste der MTV Hammah im vergangenen Sommer mit Platz acht den Gang in die zweite Liga antreten – doch durch den Rückzug des MTSV Selsingen können die Staderinnen nun in die dritten Feldspielzeit in Folge starten. Mächtig Rückenwind dürfte dabei der Aufstieg in der Hallensaison geben. Als TSV Hagenah startend übertraf die gesamte Mannschaften alle Erwartungen und schaffte den Aufstieg in Liga eins. Dank des Doppelspielrechts startet das Team mit den Spielerinnen aus Hagenah und Hammah nun auch auf dem Feld gemeinsam. Neben Kapitänin Kristin Schlensok gehören auch Anne Vollmers, Jana Rapp, Vanessa Jürgens, Melissa Knop, Aline Schlensok und Jenny Ehmke zum Stammpersonal, die im Laufe der Saison aber noch durch weitere Spielerinnen aus dem großen gemeinsamen Kader ergänzt werden. Als Ziel hat sich die Mannschaft, die mit Hinnerk Holst von einem bundesligaerfahrenen Coach betreut wird, den erneuten Klassenerhalt gesetzt – spekuliert bei optimalem Saisonverlauf aber auch auf einen Platz im gesicherten Mittelfeld.
Tipp: Zwei Mal in Folge schaffte das Team den Klassenerhalt, im dritten Jahr wird es dann aber knapp nicht reichen. Der MTV Hammah muss sich im Abstiegskampf knapp geschlagen geben und den Gang in Liga zwei antreten.

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