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Dennach, Vaihingen und Calw lösen DM-Tickets

Calw (DFBL/saj) – Ein entscheidender Sonntag für einige Teams der Liga liegt zurück. So erspielten sich der TSV Dennach vorzeitig den Südmeistertitel und neben dem TV Vaihingen/Enz sowie TSV Calw die DM-Qualifikation. Während sich der TV Unterhaugstett sicher als erster Absteiger auf dem letzten Tabellenrang festgefahren hat. Durch zwei wichtige Siegen wahrt sich der TV Öschelbronn auf Platz 7 noch die Chance auf den Nichtabstieg, da zur TG Landshut und dem FSV Hirschfelde (beide punktgleich) nun nur noch 2 Punkte fehlen.

Den letzten Heimspieltag bestritten die Pralinchen aus Landshut vergangenen Sonntag im ebm-pabst Stadion mit den Schwarzwälder Gästen aus Calw und Unterhaugstett. Zunächst standen die Pralinchen den Orangenen aus Calw gegenüber, welche man im Hinspiel besiegen konnte. Unter freundlichem Himmel und bei schwüler Luft war der Boden von der Nacht noch sumpfig nass, welcher mit dem ersten Spiel aber zügig abtrocknete und der Ball trotz allem sehr gut aufsprang. An diesem wichtigen Spieltag wurden die Gastgeberinnen von ihrem Hauptsponsor „Chocolat“ und einem eigenen Fanclub lauthals unterstützt. Trotzdem gelang es den Gästen aus Calw am Morgen besser in die Partie zu starten. Die Löwen aus Calw reisten heute nur zu sechst an, da die Youngsters aus dem Team die zweite Mannschaft unterstützten und Angreiferin Henriette Schell sich im verdienten Abi-Abschluss-Urlaub befand. Auch die Trainer konnten aus privaten Gründen nicht mit ihren Schützlingen anreisen, sodass die Löwen heute auf sich allein gestellt waren. Das gelang ihnen aber recht gut und man konnte gleich den ersten Satz 9:11 für sich bestreiten. Im Angriff übernahm Erlenmayer heute die volle Verantwortung mit Angabe und Rückschlag, während Dannecker vorne rechts Position bezog. Zwar gelang es der TG immer dicht am Konkurrenten dran zu bleiben, schlussendlich hatte aber der TSV immer die Nase vorn. Zu gut machte Erlenmayer ihre Aufgabe und donnerte einen Angriff nach dem anderen durch die Landshuter Defensive. TG-Angreiferin Blehm hielt ihr Team immer wieder im Spiel, doch das reichte nicht. Der TSV Calw siegte nach drei Sätzen (9:11, 7:11, 9:11) über die Pralinchen. Während die TG jetzt Zeit bekam diese, in Sätzen, deutliche Niederlage zu verkraften war der TSV Calw gleich gegen den Nachbarn aus Unterhaugstett gefordert. Auch die Haugstetter Frauen reisten heute ohne Trainer Stefan Koch an und mussten sich eigenständig aufstellen, korrigieren und antreiben. Vor allem Spielführerin Lisa Waldenmaier erwies sich in dieser Situation tatkräftig und wegweisend. Nachdem Löwen-Angreiferin Alica Erlenmayer sich so erfolgreich behauptete gegen die TG gönnte man in Spiel zwei Stephanie Dannecker Erholung und Schonung, sodass sie ihre Mädels von außen unterstütze und einwies. Dafür stand Samantha Lubik abwechselnd mit Lisa Kübler auf der Zweitschlag- und Mittelposition. Der TVU agierte mit Lena Gengenbach im Angriff, unterstützt von Neuzugang Sabrina Bauer. Im ersten Satz hielt der TVU noch gut mit den Löwen mit und befand sich immer knapp im Vor- oder Nachteil. Doch auch in diesem Spiel behielt der TSV die stärkeren Nerven und siegte am Ende 11:9. Satz zwei und drei trennte man sich dann deutlicher zu Gunsten des Orangenen aus Calw (11:6, 11:7). Zu viele Eigenfehler in der Abnahme und im Angriff bedeuteten für den TVU den Verlust. Im Spiel gegen die TG Landshut konnte man besser aufbauen und schaffte es den Ball somit in eine optimalere Zuspielposition zu bringen. Ein hitziges Spiel entwickelte sich zwischen den Gastgeberinnen und dem TVU. Beide Seiten waren hoch motiviert dieses Spiel für sich zu gewinnen. Von außen sah es manchmal sogar so aus, als seien die Parteien übermotiviert, was den Spielfluss oft unnötig von Überehrgeiz negativ beeinflusste. So wurden auf beiden Seiten die Bälle zu schnell angelaufen oder zu aktiv mit dem Arm gespielt, sodass sie schon bei der Annahme ins Seitenaus gespielt wurden oder im Zuspiel zu weit an die Leine bzw. zu weit weg gelegt worden sind. Ein schwieriges Unterfangen für beide Seiten, da somit kein konstantes Spiel im eigenen Feld zustande kommen konnte. Über die Distanz von fünf Sätzen wurde das Duell immer kräftezehrender für die Angreiferinnen, die oftmals den Bällen hinterher laufen oder eben aus weiter Distanz über die Leine schlagen mussten. Das äußerte sich in den letzten beiden Sätzen mit zahlreichen Angriffsfehlern. Am Ende standen die Gastgeberinnen mit etwas mehr Glück als Siegerinnen fest – nach 5 Sätzen geht die TG als Sieger vom Feld (10:12, 11:6, 11:8, 7:11, 11:9).

Ein weiterer Austragungsort fand sich in Eibach, wo die jungen Grünen den TV Vaihingen/Enz und den TSV Dennach zu Besuch hatten. Zu Beginn legten die Eibacherinnen gegen den TVV auf. Die ersten beiden Sätze gingen an das erfahrenere Team aus Vaihingen (6:11, 7:11), doch mit den Sätzen fand auch der TV Eibach besser ins (Zusammen-)Spiel. Angeführt von einer starken Svenja Schröder und einer stabilen Mitte gelang es den Aufsteigerinnen das Spiel zu drehen und den TVV aus dem eben noch erfolgreichen Konzept zu bringen. Satz drei ging nach beachtlicher Leistung beider Seiten in der Verlängerung an den TVE (14:12). Auch der vierte Satz wurde von den jungen Wilden aus Eibach dominiert, sogar deutlich. Vaihingen fand nicht mehr in seine Bahnen zurück und musste sich 11:5 geschlagen geben. Nun stand es wieder ausgeglichen und das Spiel fing bei Null an. Mit erneuter Ballwahl kam Vaihingen wieder besser in Tritt und konnte sich auf die Angriffe aus dem Eibacher Feld bewusster einstellen. Wahrscheinlich profitierte Vaihingen auch etwas von der Erfahrung und schaffte es im Entscheidungssatz fokussierter bei der Sache zu bleiben, als der TV Eibach. So gelang es dem TVV die Pleite noch einmal anzuwenden und Satz fünf, und somit auch das Spiel, ging 7:11 an sie. Die Analyse dieser knappen Trennung musste allerdings verschoben werden, da der TVV direkt im Anschluss gegen den Südprimus aus Dennach ran musste. Nach dem vorherigen Kampf war beim TVV nun nicht mehr viel drin. Die Kräfte und das Aufbäumen war zu großen Teilen verbraucht und die Dennacher Spielleistung zu grandios. Aus einer stabilen, kämpferischen Abwehr folgte ein optimales Zuspiel und ein konsequent verwandelter Angriff. Nach Belieben punktete Dennach im Vaihinger Feld und konnte aufgrund der fehlenden Gegenwehr und Gefahr munter durchwechseln, was das Spiel zu keinem Zeitpunkt negativ beeinflusste. Zu keiner Zeit fand der TVV ins Spiel und wurde nach drei klaren Sätzen vom Platz gefegt – Sieg Dennach (5:11, 4:11,6:11). Der TV Eibach hatte in der Zwischenzeit die Pause genutzt den knappen Spielausgang gegen den TVV aufarbeiten und verdauen zu können. Als sie dann gegen den TSV Dennach antraten präsentierten sich die Gastgeberinnen äußerst aufgeweckt und frisch. Mit Beginn dieser Partie stellten die jungen Frauen die Pink Ladies aus Dennach vor schwierige Aufgaben. Völlig überrascht davon stand Dennach im Feld und fand im ersten Satz keine Mittel den Aufwind in den Segeln der Gegner einzufangen. Die Eibacher Youngsters überrollten die Erfolgsfrauen 5:11. Dennach (heute ebenfalls ohne Trainer zu Gange) besammelte sich beim Seitenwechsel und wurde durch Spielführerin Sonja Pfrommer, die heute die Rolle der Spieltrainerin einnahm, wieder ernster und konzentrierter in die Aufgaben eingewiesen. Dies gelang ihr gut und sie und ihre Pink Ladies fanden schnell wieder zu gewohnter Stärke zurück. Satz zwei und drei waren dann die Angelegenheiten der Dennacherinnen (8:11, 7:11). Doch auch die Eibacher Girls hatten durch den ersten Satz Appetit gefunden und wussten, wie man den Südprimus ärgern kann. So gestaltete sich Satz vier wieder sehr eng und umstritten. Erst in der Verlängerung besiegelte Dennach das Spiel für sich und trennte sich, gewarnt vom ernstzunehmenden Eibacher Auf- und Gegenwind, 12:14 aus diesem Duell. Ein Resultat aus diesem Spieltag von TVV-Spielmacherin Marie-Therese Rothmaier: „Eibach wird in Zukunft viel von sich hören lassen!“. Dem wird die gesamte Liga sicherlich zustimmen können.

Eine letzte Heimrunde veranstaltete auch der FSV Hirschfelde am vergangenen Wochenende. Eingeladen waren die Frauen aus Baden vom TV Öschelbronn und TV Bretten. Dieser Spieltag erwies sich vor allem für den TVÖ als besonders wichtig und erfolgreich in Sachen Nichtabstieg. Dem Team um Mannschaftsführerin Selina Stallecker gelang der Clou beide Spiele zu gewinnen und sich die Chance auf einen möglichen 7. und somit einem Nichtabstiegsplatz zu wahren. Gleich im ersten Spiel nahmen sie den Kampf um die wichtigen Punkte gegen den FSV ernsthaft an. Über die volle Länge bot man sich einen Schlagabtausch mit den Sächsinnen. Die ersten beiden Sätze dominierte noch der FSV knapp (11:9, 15:14) und war drum und dran das Spiel für sich zum Ende bringen zu können. Doch der TVÖ machte ihnen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Öschelbronn wollte unbedingt triumphieren und spielte plötzlich losgelöst auf. Was zunächst noch dem FSV knapp gelang, sollte von nun an dem TVÖ deutlicher gelingen. Die Frauen aus Baden drehten voll auf und brachten den FSV zum Fall, sodass dieser überrumpelt vom plötzlich heftigen Aufwind nicht zurück in ihr Spiel fand. Somit gingen die folgenden drei Sätze doch sehr deutlich an den TVÖ, der sich die zwei Punkte aus dieser Begegnung noch sicherte (5:11, 8:11, 6:11). Mit dieser Wende und Eifrigkeit startete der TVÖ beflügelt und motiviert auch in das nächste Spiel gegen den TV Bretten. Die Teams spielten ebenfalls auf Augenhöhe und wollten sich gegenseitig nichts schenken. Das Badener-Duell lief zunächst besser für den TVÖ an. An vorherige Leistungen konnte angeknüpft werden und mit 11:7 und 11:8 wies man den TVB in seine Grenzen. Dann kam auch Bretten wieder oben auf und wehrte den drohenden 3:0-Sieg mit einem engen Satz 12:14 ab. Im Spiel angekommen sicherte sich der TVB auch Satz vier 9:11. Aber Öschelbronn wusste nun wie man sich belohnt und wie köstlich das Siegen schmeckt. Mit kämpferischen und cleveren Spielzügen stand am Ende der TVÖ als Sieger fest und hatte weitere zwei Punkte erspielt (11:8). Somit ist der sichere Abstiegsplatz noch einmal abgewendet und erst am letzten Spieltag wird sich entscheiden, wer neben dem TV Unterhaugstett der Liga weichen muss. Diese weite Reise hat sich für den TVÖ gelohnt. Das letzte Spiel begegneten sich dann die Ausrichterinnen und der TV Bretten. Auch in diesem Spiel kamen die Zuschauer voll auf ihre Kosten, ein weiteres Mal wurden fünf Sätze ausgespielt. Die Teams bewiesen heute große Spiellust, Kraft und Kampfgeist! Beide Teams waren bis hier erfolglos und bissen daher noch einmal fester auf die Zähne, um wenigstens zwei Punkte zu verbuchen. Hirschfelde konnte sich nach den ersten harten fünf Sätzen etwas erholen und startete frischer ins Spiel. So gingen die ersten beiden Sätze an den FSV (11:9, 11:6). Dann wiederholte sich das Drama aus Spiel eins und der FSV schaffte es nicht nach zwei Satzsiegen den Sack zuzumachen. Auch nun gelang es den Gegnern wieder das Blatt zu wenden und den FSV nieder zu spielen. Die Konsequenz sich nach zwei Satzsiegen auch den dritten Satz zu Eigen zu machen und sich mit dem Sieg zu belohnen, fehlte den Hirschfeldnerinnen heute. Die Folge: Bretten dreht auf, erarbeitet sich Ball um Ball und bringt den FSV völlig aus dem Spiel. Satz drei bis fünf geht sang- und klanglos an den TVB (5:11, 8:11, 5:11). Der FSV geht erneut leer aus.

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