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Calw holt den Süd-Titel

Calw (DFBL/kes). Diese Feldrunde verlief alles andere als plangemäß: Viele Mannschaften mussten aufgrund von Verletzungen oder aus diversen anderen Gründen häufig mit einer Notmannschaft antreten. Das macht es ganz schön spannend in dieser Saison. Aber nun zum letzten Spieltag.

Der TSV Calw und TSV Dennach reisten in den Nord-Osten zum FSV Hirschfelde. Im Match zwischen Dennach und Calw musste noch der Meister ausfindig gemacht werden, während es für Hirschfelde noch um den dritten Tabellenplatz ging.

Im ersten Durchgang trafen die Gastgeber auf Orange. Keine leichte Aufgabe am heutigen Tag. Calw trat ohne Henriette Schell und Sandra Janot an die Linie. Ziel von Calw war es, dass Spiel gegen den FSV Hirschfelde souverän zu gewinnen. Hirschfelde hatte von Beginn an Probleme ihren Angriff in der starken Abwehrreihe von Calw unterzubringen. So hatte es der TSV leicht, nach einer sauberen Abwehr auch ein optimales Zuspiel hinzubekommen und den Angriff gekonnt in Szene zu setzen. Hirschfelde hatte verletzungsbedingt nicht den kompletten Kader zur Verfügung, wodurch ein Wechsel in eigener Reihe kaum möglich war. So versuchte Hirschfelde sich zu wehren, fand aber kein passendes Mittel gegen die starken Gegner. Das Spiel der Calwerinnern war zu keiner Zeit in Gefahr und so gingen die Sätze mit 6:11, 4:11 und 6:11 nach Baden-Württemberg.

Im zweiten Durchgang ging es dann nun um den Kampf des Meistertitels. Der TSV Dennach musste gleich auf zwei Angreiferinnen verzichten, dafür sind 3 Jugendspielerinnen mit nach Hirschfelde gereist. Sonja Pfrommer und Christina Grüneberg waren die Reise nicht mit angetreten, wodurch der TSV Calw als Favorit in den Vordergrund trat. Auch ohne die beiden Angreiferinnen war der TSV Dennach mit ihrer starken Abwehrreihe nicht zu unterschätzen. Gleich im ersten Satz fand Calw überhaupt nicht in das Spiel rein und war sehr verunsichert. Die Dennacher Abwehr stand und wehrte einen Ball nach dem anderen ab, so dass Lena Wahl nach einem sehr guten Zuspiel häufig direkt punkten konnte. Calw half mit seinen Eigenfehler dazu, dass sich der Vorsprung der Gegner vergrößert und so ging Satz 1 mit 11:5 an pink.Auch im zweiten Satz konnte der TSV Calw seine Eigenfehlerquote nicht reduzieren und Dennach ging wieder in Führung. Erst eine Auszeit verhalf den Löwinnen ihre Konzentration wieder zu finden und die der Gegner durcheinander zu bringen. Punkt für Punkt können sich die Damen in Orange wieder an Dennach herankämpfen und es bot sich ein Spiel auf Augenhöhe. Satz zwei geht trotz schwachen Start mit 8:11 an Calw. Im 3. Satz schenkten sich die Mannschaften nichts. Jeder Ball war hart umkämpft. Am Ende gewann Calw mit 10:12. Nun war es Dennach, die nicht mehr ins Spiel fanden und vergaben Satz 4 schnell mit 5:11.

Somit steht der diesjährige Meister der 1. Bundesliga Süd fest: TSV Calw – Gratulation!

In ihrem zweiten Spiel hatten es die Gastgeber keinesfalls leichter. Beim TSV Dennach kamen nun die Youngsters zu ihrem Einsatz. Für Hirschfelde war das die letzte Chance sich aus eigener Kraft für die DM zu qualifizieren. Das Spiel war zunehmend ausgeglichen, bevor sich beim FSV ungewohnt viele Eigenfehler einschlichen, wodurch Dennach den ersten Satz 7:11 für sich entscheiden konnte. Auch im zweiten Satz lief es überhaupt nicht bei Hirschfelde. Scheinbar war der Druck doch zu hoch und man verschenkte den Satz noch deutlicher mit 5:11. In Satz Nummer 3 drehte der Gastgeber dann allerdings nochmal richtig auf und bot seinen Zuschauern ein spannendes Spiel. Die Abwehr holte einen Ball nach dem anderen und die junge Angreiferin Sofie Hamann konnte im gegnerischen Feld beliebig punkten und hatte mit 10:6 die ersten Satzbälle. So leicht ließ der TSV sich die Butter vom Brot dann doch nicht nehmen und startete mit viel Ehrgeiz und Teamgeist ihre Verfolgungsjagd. Bei Dennach saß nun jeder Spielzug perfekt und man legte eine 6-Punkte-Serie hin, wodurch der Satz mit 10:12 und somit das Spiel 0:3 an die Damen in pink geht.

Nun war der FSV Hirschfelde davon abhängig, wie die anderen Mannschaften spielen. Es hieß zittern, bis die Ergebnisse da sind.

Zu Gast vom TV Eibach 03 waren die TG Landshut und der TV Obernhausen. Landshut müsste beide Spiele gewinnen, um den Hauch einer Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Ohne Hauptangreiferin eine sehr schwere Aufgabe. Der TVO musste heute im jeden Fall punkten um sicher den Klassenerhalt zu schaffen und Eibach hat noch die Chance sich für die die DM zu qualifizieren. Im ersten Durchgang spielte Eibach gegen Landshut. Klassisch verschlief Landshut den Beginn und Eibach ging mit einem großen Vorsprung in Führung. Der TV 03 sah sich zum Ende des Satzes schon als Sieger und ließ in seiner Leistung nach. Die TGL fand ins Spiel und zwang mit vielen schönen Angriffen den Gastgeber in die Verlängerung. Durch zu viele Lücken in der Eibacher Abwehr wurde der Satz noch sehr spannend und konnte nur durch den letztmöglichen Ball zugunsten von Eibach mit 15:14 entschieden werden. Auch im zweiten Satz waren die jungen Wilden nicht mehr so konsequent wie zu Beginn des Spiels. Landshut hingegen wurde immer stärker. Am Ende fehlt das Quäntchen Glück und auch dieser Satz ging knapp mit 12:10 an grün. Der TV fand im dritten Satz wieder ein Mittel um die Gegner unter Druck zu setzen. Die langen Bälle durch die Mitte waren für die Isarstädterinnen unerreichbar. Ein Timeout und eine Änderung in der Aufstellung brachte den Gastgeber aus dem Konzept und Landshut kam nochmal heran. Doch auch in diesem Satz hatte die TG knapp mit 11:9 das Nachsehen.

Direkt im Anschluss traf Landshut auf den TV Obernhausen, welcher zusammen mit dem TV Bretten um den nun zweiten Abstiegsplatz kämpfte. Obwohl Landshut schon als Absteiger feststand, wollte man das Spiel gegen den TVO nicht kampflos herschenken. Man startete besser in die Partie, bevor Obernhausen eine Serie hinlegte und die Isarstädterinnen nahezu überrollt. Wieder war Landshut der knappe Verlierer mit 9:11. Satz zwei und drei waren geprägt von langen Ballwechseln mit mäßigem Angriffsdruck auf beiden Seiten. Landshut machte es sich wieder einmal selbst schwer. Vergab zu viele Chancen oder machte zu viele Eigenfehler. Obernhausen nahm dies dankend an und gewann beide Sätze mit 4:11.

Im zweiten Spiel gegen den Gastgeber aus Eibach wurde es dann für Obernhausen etwas schwerer. Der TVO fand nicht richtig ins Spiel und Eibach gewann souverän mit 11:5. Im zweiten Satz wurde es schon spannender. Viele lange Ballwechsel hinterließen Spuren in der Kondition auf beiden Seiten. Aber auch hier behielt der TV 03 mit 11:9 die Nase vorne. Die Gäste aus Baden-Württemberg kompensierten nochmal ihre Kräfte, was mit einem 8:11 belohnt wurde. Der vierte Satz schien unendlich zu sein. Ein Ballwechsel war länger als der andere. Zum Ende hatte Eibach dann aber die Faxen dicke und machte den Sack mit 11:8 zu.

Ob zwei Punkte zum Klassenerhalt gereicht haben, wusste der TVO bis dato noch nicht. Man musste auf die Ergebnisse von Bretten warten. Auch Eibach hatte keine Ahnung, wozu die vier Punkte des heutigen Tages hinführten.

Auch in Segnitz war noch einiges an Spannung geboten. Durch zwei Siege könnten sich die Gastgeber eventuell auch noch für die DM qualifizieren. Bretten braucht vier Punkte um im Oberhaus bleiben zu dürfen. Nur der TV Vaihingen Enz konnte ohne Druck aufspielen. Für sie ging es nur noch um die goldene Ananas.

Spiel Nummer 1 bestritten die Gastgeber aus Segnitz gegen den TV Vaihingen Enz. Die Vaihinger Faustballerinnen, die just zum Saisonfinale so stark besetzt waren wie die ganze Feldrunde nicht, wollten die Punkte freilich nicht einfach herschenken und kämpften um jeden Ball. Der erste Satz war heiß umkämpft und es konnte sich keine Mannschaft absetzen. Mit 9:11 vergaben die Hausherren den ersten Satz. Segnitz war durch das knappe Ergebnis im ersten Satz nun noch mehr angespornt und konnte Satz Nummer 2 durch ein besseres Zusammenspiel und schnell abgeschlossene Spielzüge mit 11:4 für sich entscheiden. In Satz 3 und 4 konnte Segnitz nicht an seine Leistung aus dem zweiten Satz anknüpfen. Auch ein Wechsel verhalf zu keiner Besserung. Vaihingen zog sein Spiel weiter durch und konnte am Ende beiden Sätzen knapp mit 9:11 und 11:13 gewinnen. Somit ging Spiel 1 mit 1:3 an die Gäste aus Vaihingen an der Enz.

Im zweiten Durchgang war nun der abstiegsgefährdete TV Bretten gegen TV Vaihingen Enz dran. Zwar hatte der TVB nur eine Minimalchance auf den Klassenerhalt, aber diese wollten sie nutzen und gingen motiviert ans Werk. Bretten spielte schön zusammen und präsentierte sich als kampfstarke Mannschaft. Vaihingen hingegen konnte zu keiner Zeit in diesem Spiel eine konstante Leistung abliefern. Die Rahmenbedingungen waren durch starken Wind, schlechtem Rasen und großer Hitze alles andere als optimal und für beide Teams eine Herausforderung. Bretten war jedoch lange Zeit die bessere Mannschaft und führte mit 2:1 nach Sätzen (11:7, 11:6 und 4:11), lag sogar im vierten Satz lange mit zwei Punkten in Führung ehe der Einbruch kam und Vaihingen das Spiel nochmal drehte und im fünften Satz gewinnen konnte (7:11 und 6:11).

Im dritten Durchgang standen sich der TV Segnitz und TV Bretten gegenüber. Alle Spielerinnen auf beiden Seiten gaben nochmal ihr Bestes im letzten Spiel dieser Saison. Segnitz kam besser aus den Startlöchern, während Bretten das vorherige Spiel noch in den Knochen lag. Satz 1 ging schnell mit 11:5 nach Bayern. Im zweiten Satz wollte dann bei Segnitz kein Spielzug mehr funktionieren, während Bretten nach ihrer Verschnaufpause zu Höchstform erwachte und die Gegner mit 2:11 nahezu überrollte.
Die Gastgeber fingen sich wieder und standen durch einen Wechsel in der Abwehr und Zuspiel wieder sicher. Die halblangen Schläge der Gegner hatte Segnitz nun im Griff und konnte folglich aus dem Spiel heraus wieder häufiger punkten. Die Gesamtleistung des TV Bretten reichte letztlich nicht zum Sieg aus. Die folgenden Durchgänge gingen mit 11:5 und 11:7 an Segnitz, die ihre Saison mit einem Sieg besiegelten.

Somit stehen die Absteiger fest: Die TG Landshut und der TV Bretten werden die nächste Feldsaison in der 2. Bundesliga Süd bestreiten.

Eine Überraschung bleibt: Der TV Eibach 03 musste an einigen Spieltag aufgrund des Abiturs auf seine besten Spielerinnen verzichten. So hatte man zu keiner Zeit mit der Teilnahme an der DM gerechnet und seine Urlaubspläne auf das Wochenende vom 19./20. August gelegt. Eibach verzichtet auf die Teilnahme und Hirschfelde rückt als Viertplatzierter nach.

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