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Calw ganz oben, Neuling Segnitz bleibt dran

Segnitz Tatjana Müller (5) und Helen Gernet

Landshut (dfbl/kes) – Während der TSV Calw mit einem Doppelspieltag die Vorrunde ohne Niederlage meistert, bestreiten die TG Landshut und der TV Bretten gerade mal zwei Spieltage. TV Vaihingen Enz und TV Obernhausen sammeln erste Punkte. Die Tabelle ist von Platz 3-9 komplett offen.

Bereits am Samstag, 20.5., trafen sich der TSV Calw, der FSV Hirschfelde und der TSV Dennach zum ersten Doppelspieltag in dieser Saison.

In Durchgang eins traf der Gastgeber aus Calw gegen die weitgereisten aus Hirschfelde an.
Calw, welcher als Favorit in das Spiel ging, startete mit ungewohnt vielen Eigenfehlern, was gleich mit einem Satzverlust bestraft wurde. Im zweiten Satz fanden die Löwinnen immer besser ins Spiel. Der FSV konnte über weite Strecke gut mithalten, hatte aber gegen die starken Angreiferinnen dann doch keine Lösung. Calw gleicht mit 11:7 zum 1:1 aus. Auch in Satz 3 und 4 konnten die Gäste gut mithalten, jedoch nie die Führung übernehmen. So liefen die Damen im dunkelroten Trikot dem Rückstand bis zum Satzende hinterher und Satz drei und vier geht mit 11:7 an Orange. (3:1)

Die Aufgabe im zweiten Spiel war für den FSV keineswegs einfacher. Youngster Tabea Kälber ersetzt die kränkelnde Annkatrin Aldinger. Hirschfelde startete auf allen Positionen konsequent ins Spiel und man zeigte den Zuschauern ein spannendes Spiel mit vielen schönen Aktionen. Am Ende hatte Dennach die Oberhand und gewann 11:9. Der TSV zeigte eine deutliche Leistungssteigerung und gewann die darauffolgenden Sätze mit je 11:4 und holte sich einen verdienten 3:0 Sieg.

Danach wartete auf die Zuschauer das Spitzenspiel der Hinrunde. Der Dennacher Trainer änderte seine Startaufstellung und Annka Aldinger kehrt auf ihre Stammposition zurück. Das Spiel war durch Kampfgeist und tolle Abwehraktionen auf beiden Seiten ausgezeichnet und gestaltete sich stets ausgeglichen. Dennach erwischt den besseren Start und zieht den ersten Satz – auch dank mehrerer Eigenfehler auf Calwer Seite – konsequent durch (5:11). Die Löwinnen starteten entschlossener in den zweiten Satz und gingen gleich 4:0 in Führung. Der TSV Dennach ließ nicht locker und konnte sich durch eine geschlossene Mannschaftsleistung sogar 2 Satzbälle herausspielen. Calw setzte die pink Ladies massiv unter Druck wodurch ein sauberer Spielaufbau nicht mehr möglich und der Rückschlag zu wenig effektiv war. So entscheidet Calw den Satz mit 14:12 für sich. Ähnliches spielte sich im dritten Satz ab. Calw reduzierte die Eigenfehler. Dennach spielt unsauber, das Zuspiel ist nicht konsequent genug und zu weit von der Leine entfernt, wodurch der Angriff zunehmend Schwierigkeiten hatte. Der Satz geht ebenfalls in die Verlängerung und wieder sind die Löwinnen die Satzgewinner mit 12:10.
Die pink Ladies scheinen gebrochen zu sein. Schell punktete häufig mit halblangen Bällen. Eine Umstellung brachte die Gäste wieder ins Spiel. Den Vorsprung der Damen in Orange konnte jedoch nicht aufgeholt werden. Calw gewinnt auch diesen Satz mit 11:6 und das Spiel mit 3:1 Sätzen.

Für den TSV Dennach ging es am Spieltag darauf daheim gegen den TV Bretten und den TV Eibach 03. Im ersten Durchgang trafen die Gastgeber auf den TVB. Bretten hielt von Beginn an gut gegen den Meisterschaftskandidaten aus Dennach gut mit. Bei sehr schwierigen Platzverhältnissen gab es auf Seiten der Gäste kaum Angriffsmöglichkeiten aus dem Spiel heraus. Gegen die Angaben von Sarah Fey hatten die Ladies in pink jedoch kaum ein Mittel, um diese sauber abzuwehren. Nationalspielerin Sonja Pfrommer ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und behielt im Angabenduell die Oberhand. Satz 1 geht 11:7 an pink.In den Sätzen 2 und 3 schaute es ähnlich aus. Beide Mannschaften hatten mit den schlechten Platzverhältnissen zu kämpfen und beide Angreiferinnen hatten die Last auf sich um aus der Angabe genügend Druck zu machen. Letztendlich wäre Dennach nicht Dennach, wenn sie nicht auch dieses Problem meistern könnten. Der TSV gewinnt die beiden Sätze 11:8 und 11:9 und das Spiel mit 3:0 Sätzen.

Eibach musste heute wieder auf Schlagfrau und Nationalspielerin Svenja Schröder verzichten. Sie war am Nominierungslehrgang der U18 und musste sich anschließend, wie auch Nationalspielerin Nummer 2 – Zuspielerin Auguste Grothoff – auf ihre Abiturprüfungen vorbereiten. Den Hauptschlag übernahm Annalena Reindl, die ihre Aufgabe gut meisterte. Bretten hatte, wie auch der Gegner, weiterhin Schwierigkeiten mit dem Platz, war aber durch die starke Leistung im ersten Spiel sichtlich Selbstbewusst ins Spiel gegangen. Beide Angreiferinnen vom TVB zeigten eine solide Leistung, wodurch sie Eibach ihr Spiel gut aufdrücken konnten. Die Abwehr stand sicher und das gesamte Team konnte durchgehend konstant spielen. Eibach hingegen hatte damit zu Kämpfen sich an die neue Formation einzugewöhnen. Der Druck an der Angabe fehlte, wodurch die laufstarke Abwehrreihe nicht gebrochen werden konnte. Am Ende gewinnt Bretten klar und verdient in drei Sätzen (11:5, 11:6 und 11:7)

Danach mussten die jungen Wilden um „Trainer-Mama“ Karen Schneider gegen den TSV Dennach ran. „Dennach hätte an diesem Tag geschlagen werden können. Sie zeigten heute eine ungewohnt schwache Leistung“ sagt Karen Schneider. Dies könnte eventuell am Doppelspieltag gelegen haben, welche der TSV hinter sich hatte. Dennach konnte seine Eigenfehler nicht reduzieren und hatte trotz Heimvorteil keine Sicherheit auf dem Rasen. Schlagfrau Sonja Pfrommer konnte aber mit viel Druck an der Angabe und aus dem Spiel heraus die Führung für ihre Mannschaft behalten. Eibach fand auch nicht wirklich ins Spiel und vergab oft zu unglücklichen Momenten die Punkte an die Gegner. Auch wenn das Ergebnis von 3:0 für den TSV eindeutig klingt, waren die Sätzen sehr knapp. Eibach muss sich mit 11:8, 11:8 und 11:7 geschlagen geben.

Der TV Segnitz hatte an seinem ersten Heimspieltag in dieser Saison den dezimierten Kader aus Landshut und den Tabellenanführer aus Calw zu Gast.Im ersten Durchgang ging es gegen die Gäste aus Landshut an die Linie. Die TGL musste auf zwei Stammspielerinnen verzichten, was den Kader enorm schwächte. Dazu musste man in einer völlig neuen Aufstellung spielen, was zusätzliche Schwierigkeiten mit sich brachte. Davon ließen sich die Isarstädterinnen jedoch nicht unterkriegen. Segnitz startete von Anfang an mit einer soliden Leistung ins Spiel, während Landshut noch Mühe hatte ins Spiel zu finden. Dennoch ging der erste Satz nur knapp an die Heimmannschaft mit 11:9. Im zweiten Satz konnte der TVS konsequent bis zum 6:0 durchziehen. Ein Wechsel in eigener Mannschaft stiftete Verwirrung und Landshut konnte durch eine geschlossene Mannschaftsleistung den Satz sogar noch mit 8:11 gewinnen.
Durch einen Rückwechsel fand Segnitz dann wieder langsam ins Spiel. Landshut lag wieder 1:6 in Rückstand und wieder war es der Gegner, der den Landshuterinnen verhalt den Anschluss zu gewinnen. Der Angriff auf Seiten der TGL gewann in dieser Phase zunehmend an Variabilität, womit die Gastmannschaft in die Verlängerung gezwungen wurde. Segnitz konterte mit mehreren langen Bällen bis an die Grundlinie, welche die gegnerische Abwehr nicht unter Kontrolle brachte und holte sich somit den Satzgewinn mit 15:13.  Die einzige Angreiferin der Pralinchen verfiel im vierten Satz in ein Konditionstief und konnte die gute Leistung aus dem vorherigen Satz nicht beibehalten. Segnitz machte kurzen Prozess und holten sich auch diesen Satz mit 11:5 und somit die nächsten zwei Punkte.

Obwohl die Luft bei der TGL schon raus war, wollte man sich gegen die Tabellenspitze aus Calw nicht unterkriegen lassen. Calw ging mit gewohnter Stärke ins Spiel und zeigte keinerlei Müdigkeit vom Spieltag am Tag zuvor. Der TSV machte von Anfang viel Druck in der Angabe, welche Landshut nur selten kontrolliert im Spielfeld lassen konnte. Auch die Abwehr stand auf Seiten der Löwinnen wie eine Mauer. Auf Landshuter Seite war die Luft im Angriff raus und da man nur eine Angreiferin im Gepäck hatte, gab es auch keine Möglichkeit umzustellen. Die Pralinchen versuchten das Beste draus zu machen und entschieden sich, dass man in diesem Spiel die Spielpraxis mitnehmen möchte und gab sich mit einem deutlichen 3:0 geschlagen. 11:5, 11:4 und wieder 11:5 belohnte sich der TSV Calw.

Segnitz ließ sich von diesem deutlichen Ergebnis gegen die Gegner nicht unterkriegen und ging stimmungsvoll an den Start. Calw zeigte ungewohnte Schwäche, wobei die Gastgeber eine beeindruckende Leistung auf allen Positionen zeigte. Auch die Eigenfehler ließ der TVS weg, weshalb die Sätze eins und zwei sehr spannend blieben. Zum Ende der beiden Sätze zeigten die Löwen nochmal ihre Krallen und gewannen knapp mit 9:11 und 14:15.Im dritten Satz starteten die Gastgeber wieder mit ihrem gewohnten Problem ins Spiel. Mit einem Eigenfehler nach dem anderen schenkte man den Gegner zu viele Punkte, welche man sich nicht mehr zurückerobern konnte. Mit 3:11 geht der Satz deutlich an Calw. Somit beendet Calw die Hinrunde ohne Punktverlust auf dem ersten Tabellenplatz.

Auf dem Sportgelände des TV Vaihingen Enz traf man neben dem TV Obernhausen auch auf dem FSV Hirschfelde. Zuerst treffen die Gastgeber auf den Aufsteiger aus Obernhausen. Beide Mannschaften waren heute im Zugzwang im Kampf gegen den Abstieg und starteten entsprechend motiviert und gleich stark ins Spiel. Die Nervosität der ersten Spieltage auf Seiten der Vaihinger war wie weggeblasen. Viele lange Spielzüge machten das Spiel spannend, doch in den ersten beiden Sätzen konnte sich schlussendlich der TVV durchsetzen (14:12 und 15:13). Im dritten Satz gab der TVO noch einmal Gas und belohnte sich mit einem 9:11 Satzgewinn. Im umkämpften vierten Satz holten sich die Gäste aus Obernhausen anfangs die Führung. Der TVV konnte im Angriff noch einmal eine Schippe drauflegen und machte viel Druck aus der Angabe, ohne sich dabei Fehler zu leisten. Die Belohnung war ein 11:9 Satzgewinn und die ersten beiden Zähler auf dem Konto.

Nachdem der FSV den ersten Spieltag verpatzt hatte und keine Punkte einfahren konnte, wollte man dies natürlich gleich wieder wiedergutmachen. Der TVO richtete sich nach der Niederlage gegen die Gastgeber sein Krönchen und startete voller Kampfgeist ins Spiel. Für den FSV schaute es gegen die Neulinge vom TV Obernhausen zunächst zappenduster aus. Hirschfelde war krampfig und konnte kaum punkten, fand aber später in diesem Satz wieder ins Spiel und konnte ausgleichen. Auch dieses Spiel war durch lange ausgeglichene Spielzüge geprägt. Im ersten Satz hatte der TVO beim 13:11 noch die Nase vorne. Auch im zweiten Satz legten die Aufsteiger vor und Hirschfelde läuft dem Rückstand bis zum 9:4 hinterher. Zu allem Überfluss verletzte sich Abwehrspielerin Peggy Rathmann am Knie – der Spieltag war für sie gelaufen. Den Spielerinnen stand der Schock zwar ins Gesicht geschrieben, jedoch wollte man nun das Spiel für seine verletzte Kameradin gewinnen. Beim FSV war der Schalter umgelegt und man startete eine unglaubliche Verfolgungsjagd. Die Schrecksekunde auf gegnerische Seite brachte den TVO völlig aus dem Spiel und Hirschfelde holte sich den Satz in der Verlängerung mit 10:12. Hirschfelde tat sich weiterhin schwer, doch die klaren Ansagen des Trainers und der Siegeswille von allen Spielerinnen brachte auch den gewünschten Erfolg. Satz 3 und 4 ging mit 8:11 und 9:11 und somit das Spiel mit 1:3 an die weitgereisten Gäste vom FSV Hirschfelde.Im dritten Durchgang traf der TV Vaihingen Enz auf den FSV Hirschfelde. Beide Mannschaften waren von ihrem Sieg selbstbewusst ins Spiel gegangen, wobei die Gäste weiterhin vermehrt Probleme hatten und sich der TVV schnell absetzen konnte. Vaihingen gewinnt Satz 1 mit 11:9. Durch mehrere Umstellungen auf Hirschfeldener Seite musste der Angriff des TVV variabel reagieren, wodurch viele Eigenfehler produziert wurden. Das Spiel war ausgeglichen und keine der beiden Mannschaften konnte sich deutlich absetzen. Vaihingen setzte sich zu sehr unter Druck, was negativ dem Spiel entgegenwirkte. Nachdem sich der FSV den Satzausgleich holte wurde das auch nicht besser. Die Abwehr stand nicht mehr so gut, wie im Spiel zuvor. Alles in allem lief es auf Seiten der Gastgeber nicht mehr und die Gäste gewannen immer mehr an Sicherheit: Am Ende hatten die Gäste trotz verletzter Spielerin das Glück auf ihrer Seite und gewann auch dieses Spiel mit 1:3 Sätzen (9:11, 7:11 und 6:11).

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