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Calw klettert in die Top-3

Calw (DFBL/aga).  Der letzte Spieltag des Jahres ist gespielt: Aufsteiger TSV  feiert Weihnachten als Tabellendritter in der Süd-Bundesliga der Männer. Topteam Schweinfurt/Oberndorf holt 4 Punkte und 10:4 Sätze auch ohne den weiterhin verletzten Oliver Bauer und der TV Käfertal vergibt fünf Matchbälle im neunten Satz gegen den TSV Pfungstadt. In Stuttgart wartet man weiter auf die ersten Punkte.

TV SW-Oberndorf  –  TV Vaihingen/Enz   5:2

Oberndorf startete stark ins Spiel, zeigte unbedingten Siegeswillen und gewinnt den ersten Satz mit 11:3. Im zweiten ging zunächst Vaihingen mit 5:1 in Führung. Dann besann sich der TVO eines Besseren und lag mit 8:6 in Front. Am Ende gewann Vaihingen glücklich und glich zum 1:1 aus. Spannend verlief der dritte Satz. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen und zum Schluss nutzte der Gastgeber den dritten Satzball zum 12:10. In der Satzpause nahm sich das Team vor, an die Leistungen des ersten Satzes anzuknüpfen. Es half nicht, Vaihingen kam besser zurück und glich zum 2:2 aus. Im fünften Satz sahen die Zuschauer einen wieder erstarkten TVO und einen 11:5 Sieg der Hausherren. Im sechsten Satz lag Vaihingen ständig vorne und erspielte sich beim 10:9 einen Satzball, den allerdings Gästeangreifer Kolja Mayer aus aussichtsreicher Position vergab. Oberndorf nutzte dies und gewann glücklich mit 12:10 zur 4:2-Führung. Vaihingen gab trotzdem nicht auf und lag im letzten Satz mit 8:3 in Front. Oberndorf zeigte Moral und konnte acht Punkte in Folge erzielen. Lohn war ein 11:8 Satzsieg zum 5:2 und weitere zwei Punkte im Kampf um einen Platz bei der deutschen Meisterschaft. Trainer Joachim Sagstetter: „Wir haben heute nur im ersten Satz sehr gut gespielt. Später unterliefen uns viele Flüchtigkeitsfehler. Wir haben die Chancen einfach nicht konsequent verwertet.“

 

TSV Calw –  FBC Offenburg   5:4

200 Zuschauer sehen den 5:4-Krimi in der Faustball-Bundesliga gegen FBC Offenburg. Beide Teams schenkten sich von Beginn an nichts, gingen voll auf den Ball. Zunächst aber punkteten die Einheimischen, die schnell eine 5:1- und 7:2-Führung erarbeiteten. Dann ermöglichten Leichtsinnsfehler den Offenburgern sechs Ballgewinne in Serie. Bodler glich aus, Schlattinger brachte seine Mannschaft wieder in Führung, doch Muckle vom FBC konnte nach perfekten Zuspielen seine zwei Meter Körperlänge nutzen. Im zweiten Durchgang lag Calw schnell zurück (2:6, 5:9) und konnte nicht mehr ausgleichen. Vor allem die Offenburg-Abwehr um den flinken Mitte-Spieler Lilienthal und den Ex-Pfungstädter Späth hatten ihr Team auf Erfolgskurs gebracht. Der Anschluss gelang, als der Schweizer Nationalspieler Schlattinger mit hart unterschnittenen Kurzbällen immer wieder erfolgreich war. Sein Team zog von 3:3 auf 9:4 davon, kurz darauf stand es nur noch 1:2 Sätze. Anschließend entwickelte sich der spannendste Durchgang, mit Verlängerung. Calw glich einen 7:9-Rückstand aus, doch erneut konnte Muckle seinen langen Armhebel optimal ausspielen. 1:3 Sätze, das Pendel schien zugunsten der Routiniers auszuschlagen. Eine klasse Rettungsaktion von Marco Stoll gab den Startschuss zur Aufholjagd. Nach 4:6-Rückstand holte Calw sechs Bälle in Serie (10:6), Offenburg konnte nur noch verkürzen. Anschließend spielte Calw nahezu perfekten Hallenfaustball. 11:3, Satzausgleich, eine Demonstration der Stärke durch die „Löwen“. Das gleiche in Durchgang 7: Bodler punktete häufiger und die Abwehr stand felsenfest, die Zuspiele von Nick Stoll kamen punktgenau. 5:0 führte Calw und brachte den Satz sicher heim (11:5 / 4:3 Sätze). Offenburg gab aber nicht auf und kämpfte sich wieder auf Augenhöhe. Bei 7:8-Rückstand unterlief Schlattinger ein Übertritt, die Badener machten den Sack zu und glichen zu 4:4 Sätzen aus. Wie schon beim knappen Sieg über Vaihingen/Enz, ging es über die volle Distanz von neun Durchgängen. Und erneut schien sich die hervorragende Fitness der Schwarzwälder auszuzahlen. Mit einem frechen „Lupfer“ am Block gelang Schlattinger ein wichtiger Zähler, schnell führte Calw mit 5:0. Offenburg versuchte alles, verkürzte auf 9:8, dann aber war es geschehen: die Calwer bejubelten ihren fünften Sieg im siebten Spiel.

Thomas Stoll, Trainer TSV Calw: „Auch nach dem 0:2- und 1:3-Satzrückstand sind wir ruhig geblieben, haben einfach den Reset-Knopf gedrückt und unser Spiel gespielt. Die Qualität von Raphael Schlattinger mit seinen kurzen Bällen und in den entscheidenden Situationen war heute sehr wichtig. Die vielen Zuschauer haben für tolle Stimmung gesorgt und ein super Spiel gesehen, mit einem richtig starken Gegner.“

Raphael Schlattinger, TSV Calw: „Ab Mitte des Spiels hat man gesehen, welche Mannschaft fitter ist – wir! Und wir sind erneut nicht an einem Rückstand gescheitert. Das ist in der Bundesliga, in der erst nach fünf gewonnenen Sätzen Schluss ist, eine wichtige Stärke. Ein Erfolgsrezept war, dass Bernd Bodler auf der Wandseite die Angaben von Muckle ganz stark abgewehrt hat. Das war ein Spiel voller Adrenalin und Nervenkitzel. Unser Fazit nach der Vorrunde: Wir haben etwas geleistet, das ich selbst nie erwartet hätte. In die Rückspiele gehen wir nun mit dem Wissen, dass wir nicht absteigen – und eigentlich nur noch gewinnen können.“

 

TV 1880 Käfertal  –  TSV Pfungstadt 4 : 5

Schon vor der Partie war klar, dass der TVK alles in die Waagschale werfen wollte, um dem großen Favoriten Paroli bieten zu können. In der nahezu ausverkauften Halle freuten sich die Zuschauer auf ein hochklassiges Derby. Es sind die Mannheimer, die von Beginn an konzentriert und konsequent zur Sache gehen und Pfungstadt nicht ins Spiel kommen lassen. Die Abwehrreihe mit Klassen/Vetter/Moritz stand stabil und entschärfte immer wieder die Angaben von Nationalspieler Steve Schmutzler. So konnte vor allem Angreifer Marcel Stoklasa gut in Szene gesetzt werden, der seinerseits gekonnt abschloss. Mit 11:5 und 11:8 gingen die ersten beiden Durchgänge an die Hausherren. In Satz drei ein völlig anderes Bild. Nun war es Nick Trinemeier, der seine Angaben nicht mehr unterbrachte und die Pfungstädter kamen ihrerseits immer wieder zu guten Abschlüssen. Mit 11:2 überrollten die Südhessen den TVK geradezu und mit 2:1 aus Sicht des TVK ging es in die erste Pause. „Den Satz haben wir deutlich abgegeben, aber Satz vier hätten wir uns eigentlich holen müssen“, erklärt Marcel Stoklasa nach dem Spiel. Bereits den Satzball „auf der Faust“ geben die Käfertaler besagten vierten Satz mit 10:12 ab und Pfungstadt hatte damit den Satzanschluss wieder hergestellt. Es entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch zwischen beiden Teams, der alles bot, was den Faustballsport ausmacht. Gerade die Abwehrreihen überzeugten auf beiden Seiten, bis dann doch einer der kraftvollen Schläge die Lücke fand. Mit 11:8 ging der TVK wieder einen Satz in Front, der TSV konterte mit 9:11. Satz sieben dann wie ein Befreiungsschlag, der klar mit 11:5 an den TVK ging. Aber auch hier fand Pfungstadt die richtige Antwort: 6:11 für die Südhessen. Nach zwei Stunden Spielzeit, in denen sich die Mannschaften nichts schenken, ging es in den Entscheidungssatz. Die Kulisse war da und der TVK wurde geradezu nach vorne geschriehen. Wieder gelang ein Blitzstart; beim 6:1 aus Sicht der Mannheimer wurden die Seiten gewechselt. Der TSV spielte nun wieder konstanter aber der TVK konnte seinerseits den Vorsprung halten. Bei 10:5 war die Sensation zum greifen nahe. Die Käfertaler hatten sich 5 Matchbälle erspielt. Was dann folgte, konnte keiner in der Halle wirklich begreifen. Irgendwie kam der TSV Pfungstadt Punkt für Punkt heran und die Dramatik nahm stetig zu. Beim 10:10 war wieder alles offen. Im eigenen Aufschlag riskierte Trinemeier viel und wurde nicht belohnt. Zwei mal ging der Ball denkbar knapp ins aus und das Spiel war verloren. „Extrem schade, dass wären richtige ‚Big Points‘ gewesen“, resümierte Christian Gillmann. „Gegen Pfungstadt musst du natürlich nicht gewinnen, aber es hätte uns vor allem vor der Weihnachtspause extrem geholfen.“

 

TV SW-Oberndorf  –  TV Stammheim   5 : 2

Wie tags zuvor startete der TV Oberndorf mit einem 11:3-Satzsieg. Im zweiten Satz lief dann zu Beginn wiederum nichts mehr, 2:9 hieß es zwischenzeitlich. Oberndorf gab nicht auf und schaffte den 8:9 Anschluss. Am Ende langte es dennoch nicht und Stammheim sicherte sich mit 11:9 den Satzausgleich. Nach einer schwachen Leistung auf Oberndorfer Seite gingen die Schwaben dann mit 2:1 in die Satzpause. Im vierten Satz entwickelte sich dann zu Beginn ein ausgeglichenes Spiel. Erst ab Mitte des Satzes konnte sich das Heimteam absetzen und mit 11:7 den Satzausgleich erzielen. Mit diesem Schwung und der Unterstützung der Zuschauer gelangen dann drei klare Satzsiege in Folge zum 5:2 Sieg. Nach einer dreiwöchigen Weihnachtspause schlägt für den TV Oberndorf die Stunde der Wahrheit. Hier wird sich dann entscheiden, ob das Team den Spitzenplatz verteidigen und das DM-Ticket lösen kann.

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