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30:0 Sätze! Pfungstadt mit blütenweißer Weste

Pfungstadt (DFBL/bec/aga). Was für eine Dominanz! Mit 12:0 Punkten und nahezu unglaublichen 30:0 Sätzen führt der TSV Pfungstadt die Süd-Bundesliga an. Am Wochenende gab es gleich zwei souveräne Siege des Serienmeisters gegen Käfertal und Offenburg.

Im Spiel gegen den TV Käfertal – und damit beim Wiedersehen mit Ex-TSV-Angreifer Nick Trinemeier – fehlte allerdings nicht viel: Nur mit Mühe konnte Pfungstadt einen Satzverlust abwehren . Doch am Ende war die 5:0-Siegesserie der Pfungstädter Faustballer auch von der Mannschaft ihres früheren langjährigen Mitspielers nicht zu stoppen. Nach dem 5:0 (15:13, 11:3, 11:8, 11:6, 11:6)-Erfolg am Samstag in Mannheim hielt sich der Rekordmeister auch tags darauf zuhause gegen den FBC Offenburg mit 5:0 (11:6, 11:8, 11:4, 11:9, 11:7) schadlos und hat somit noch keinen einzigen Satz in der Faustball-Hallenbundesliga abgegeben. Doch lagen zwei anstrengende Spiele hinter ihm. „Käfertal hat uns sehr stark unter Druck gesetzt. Ich hätte nicht gedacht, dass wir da so gefordert werden“, zollte TSV-Angreifer Sebastian Thomas dem Team aus dem Mannheimer Stadtteil großen Respekt. Gerade im ersten Satz musste der Spitzenreiter am Ende schwer Gas geben, um nach einem 11:12-Rückstand noch die Oberhand zu behalten. Erst nachdem Andrew Fernando und Sebastian Thomas mit tollen Aktionen in der Feldverteidigung den Satzball abwehren konnten, war der Weg frei zum 15:13-Erfolg. Gelang im zweiten Durchgang schnell eine 7:0-Führung, wurde es im dritten Satz trotz eines 9:5-Vorsprungs bei 9:8 noch eng, ehe die nächsten drei Punkte an Pfungstadt gingen. Mitte des vierten und fünften Abschnitts lagen die Gäste mit einem Punkt hinten, um dann mit zwei Serien den Sieg klar zu machen. „Das war eine richtig gute Leistung von uns“, fand Sebastian Thomas, ärgerte sich aber über „ein paar dumme  Fehler“.

Auch gegen Offenburg wartete dann „ein hartes Stück Arbeit. Der FBC spielt bei uns immer gut“, sah Sebastian Thomas auch beim „Arbeitssieg“ am Sonntag „keine einfache Aufgabe“. Zumal er selbst einige Chancen am Netz vergab. Auch das Zuspiel von Ajith Fernando, der mit einer Erkältung angeschlagen in die Partie ging, war nicht fehlerfrei. Im ersten Satz brauchten die Gastgeber daher eine Weile, ehe sie von 5:5 auf 10:5 davonziehen konnten. Im zweiten ließen sie Offenburg von 9:5 auf 10:8 herankommen. Und im vierten wandelte sich ein 8:5-Vorsprung durch eine Fehlerserie in einen 8:9-Rückstand. Mit Routine wie mentaler Stärke behielt das Team von Trainer Dieter Thomas aber noch die Oberhand und zog im fünften Satz von 5:5 unaufhaltsam auf 10:5 und 11:7 zum sechsten Saisonsieg davon.

TVO, weiter so!

Eindrucksvoll spielte sich der TVO gegen Vaihingen zurück auf Platz 2 der Tabelle. Oliver Bauer gab kurz vor der Partie sein Okay, dass er spielen konnte. Nach einer starken Partie sicherte sich der TVO mit einem 5:1 Sieg einen wichtigen Sieg im Kampf um die DM-Teilnahme. Schweinfurt begann stark und zeigte gleich, wer als Sieger die Halle verlassen wollte. Über ein 4:1 ging der 1. Satz mit 11:3 an die Heimmannschaft. Der 2. Satz verlief ausgeglichener. Am Ende erspielte sich der TVO beim Stande von 10:8 Satzbälle. Vaihingen wehrte diese ab und führte dann mit 11:10. Mit drei Bällen in Folge ging dieser Satz glücklich an den TVO. Im 3. Satz lieferten sich beide Teams ein Spiel auf Augenhöhe. Es konnte sich bis Mitte des Satzes keiner entscheidend absetzen. Danach legte das TVO-Team los, gewann mit 11:7 und konnte mit einer beruhigenden 3:0 Führung in die Satzpause gehen Mit einer 7:0 und 10:2 Führung unterstrich das Team dieses Vorhaben eindrucksvoll. Vaihingen gab trotzdem nicht auf und machte seinerseits 8 Bälle hintereinander und glich zum 10:10 aus. Oberndorf behielt die Nerven und gewann doch noch mit 12:10. Im 5. Satz spielte Vaihingen stark und ließ dem TVO keine Chance. Mit 11:6 verkürzten die Schwaben auf 4:1. Im letzten Satz ging es anfangs bis zum 5:5 hin und her. Dann setzte sich Oberndorf leicht ab und konnte am Ende einen knappen Vorsprung zum 11:9 Satzgewinn über die Runden bringen.  Trainer Joachim Sagstetter: „Wir haben verdient, vielleicht etwas zu hoch, gewonnen. Im 4.Satz hätte Vaihingen trotz unserer anfänglichen Führung gewinnen müssen. Mit diesem Sieg bleiben wir weiter auf DM-Kurs.“

Käfertal unterliegt auch Vaihingen

Das war ein hartes Stück Arbeit für den TV Vaihingen im zweiten Spiel des Wochenendes, die Gäste vom TV Käfertal aus der Quadratestadt Mannheim führten sogar 3:2 nach Sätzen bevor sich der TVV die Luftüberlegenheit sichern und die Partie mit 5:3 (11:6, 10:12, 11:9, 10:12, 8:11, 11:4, 11:4, 11:6) sichern konnte. Nach beiden Niederlagen finden sich die Käfertaler auf Rang vier der Tabelle wieder. Trainer Goth kann dem Wochenende aber durchaus positive Aspekte abgewinnen: „Wir werden von Spiel zu Spiel besser, auch wenn die reinen Ergebnisse das nicht vermuten lassen. Mit sechs Punkten aus sechs Spielen liegen wir mehr als im Soll.“ Nachdem Stammheim und Unterhaugstett auch nicht Punkten konnten sind die Abstiegsränge vier Punkte entfernt.

Rosenheim siegt doppelt

Am Ende hatten die Rosenheimer Erstliga- Spieler ein leichtes Lächeln aufgesetzt, als man am Sonntag nach dem 9-Satz-Krimi in Bad Liebenzell mit 5:4 (11:6, 7:11, 11:9, 11:7, 9:11, 7:11, 4:11, 11:9, 11:4) als Sieger gegen den TV Unterhaugstett vom Platz ging. Bereits am Samstag konnte man gegen den TV Stuttgart-Stammheim einen 5:2 Sieg einfahren (11:7, 11:9, 9:11, 11:7, 11:7, 6:11, 11:4)  Entsprechend motiviert war der Gastgeber während der gesamten Partie, die überwiegend von Fehlern geprägt war, von denen häufiger die Gäste profitierten. Nicht nur im Angriff, sondern auch abwehrtechnisch erwischten die Stammheimer nicht Ihren besten Tag. Wenngleich beide Teams den über 100 Zuschauern keine rühmliche Leistung boten, präsentierten sich die Oberbayern abgeklärter und nahmen die Geschenke der Hausherren durchaus dankbar an. Im letzten Satz brachte Stammheim dann keinen Fuß mehr auf den Boden.

Tags darauf ging zum Tabellenletzten TV Unterhaugstett. Die Vorzeichen waren klar: Mit einem Sieg distanziert man sich von den Abstiegsrängen, andernfalls hängt das Abstiegsgespenst weiterhin im Nacken. Der MTV startet vielversprechend mit zwei Angabenfehlern in die Partie. Danach war überwiegend der TVU am Zug. Mit sechs Servicefehlern über den Satz hinweg hatten die MTV’ler wenig Probleme mit 1:0 in Führung zu gehen. Auch im zweiten Satz sah es bis zum 7:3 für die Gäste nach einer klaren Sache aus. Dass Unterhaugstett diesmal mit acht Punkten in Folge dem Satz dreht, stand nicht auf der Agenda. Doch zunächst blieb man davon unbeeindruckt. Mit 11:9 und 11:7 verschaffte man sich mit 3:1 in Sätzen ein kleines Polster. Im fünften Satz verpasste man es dann, dem Heimteam den Gar auszumachen. Viele individuelle Fehler und ein zu unruhiger Spielaufbau brachte den TVU immer wieder in gute Angriffspositionen, während man selbst seine Chancen liegen ließ. Anstatt auf drei Sätze davonzuziehen, hingen die Schwarzwälder der Mangfall-Fünf wieder im Genick. Und die spielten jetzt eine richtig gute Partie, ließen in den folgenden zwei Sätzen der Rosenheimer Abwehr oft keine Chance, während in den eigenen Reihen sicher verteidigt wurde. Mit 7:11 und 4:11 gingen sie selbst in Führung und sahen schon wieder sichere Sieger aus. Das Team des MTV nun in der Bringschuld, und allen voran Hauptangreifer Steve Schmutzler erwachten aus ihrem Dornröschenschlaf und zeigten, dass man sie niemals abschreiben darf. Mit 4:0 ging man direkt in Führung, doch Unterhaugstett egalisierte den Vorsprung direkt wieder. Dann punktete Rosenheim reihenweise über die Angabe, konnte sich aber nie richtig absetzen. Beim 10:9 brachte dann erneut ein Ass den Satzausgleich. Im Entscheidungssatz dann konnten die Hausherren dem Rosenheim-Express nichts mehr entgegensetzen und zwei weitere Punkte kamen ins Gepäck.

Unterhaugstett behält „Rote Laterne“

Von einem Spiel auf Augenhöhe zwischen dem FBC Offenburg und TV Unterhaugstett wird berichtet – trotz einesam Ende klaren 5:2-Erfolgs für die Offenburger (11:3, 11:6, 7:11, 13:11, 11:5, 11:13, 11:6). Der FBC startete sehr gut in die Partie und in den ersten beiden Sätzen bekam der TVU kein Bein auf den Boden, dann fand der TVU statt und der FBC strauchelte ein um das andere Mal. Erst ein Wechsel auf der Angreiferposition sorgte dann wieder für Ruhe und Variabilität im Angriff – und der TVU kam wieder in das Hintertreffen.

Am kommenden Wochenende wird die Vorrunde abgeschlossen sein. Dort stehen dann „nur“ noch drei Partien aus. So wie erwartet gestaltet sich sich die Liga. TV Unterhaugstett und TV Stammheim kämpfen um den Abstieg – Offenburg zu stark für den MTV, TVU und TVS – Oberndorf und Vaihingen verstrickt im Kampf um das letzte verbleibende Ticket für die DM – Rosenheim mit vielen Auswärstspielen, die Gabor Halle kann da einiges richten – und Pfungstadt in einer andern Klasse Liga 1A.

 

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