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Vaihingen so gut wie sicher drin

Ludwigshafen (DFBL/agr)  Pfungstadt fehlen noch zwei Siege um die erneute Qualifikation zur DM perfekt zu machen. Wünschmichelbach und Schweinfurt in der Verfolgerrolle mit 4 Punkten Differenz zu einem nicht DM Platz – Offenburg und Rosenheim in Schlagdistanz. Vaihingen hat den angestrebten Klassenerhalt so gut wie sicher

 

MTV Rosenheim  –  TSV Pfungstadt (DM)   0 : 5   ( 8 : 11   2 : 11   9 : 11   7 : 11   8 : 11   )

 Wie die gesamte Liga-Konkurrenz bekam auch Rosenheims Bundesligateam am vergangenen Samstag im Heimspiel die Überlegenheit des TSV Pfungstadt zu spüren. Nach gut einer Stunde Spielzeit unterlag das Team um Spielführer Steve Schmutzler dem Welt- und Europapokalsieger mit 0:5 (8:11, 2:11, 9:11, 7:11, 8:11) Sätzen. Rosenheims Fünf konnte zwar phasenweise mithalten, doch ernsthaft in Bedrängnis bringen konnte man die Hessen zu keinem Zeitpunkt der Partie.

Der Auftaktsatz weckte zarte Hoffnungen auf ein interessantes Match. Die hoch motivierten Gastgeber wussten mit gelungenen Aktionen zu gefallen und nutzten die sich bietenden Chancen konsequent. Mit 8:11 setzten sich aber dennoch die Gäste durch. Im 2. Satz ließen die Pfungstädter den MTV-lern nicht den Hauch einer Chance und man wurde mit 2:11 abgefertigt. Von diesem Nackenschlag ließen sich die Hausherren aber nicht entmutigen und zeigten in der folgenden Runde ihre kämpferischen Qualitäten. Wenngleich immer knapp im Rückstand, so blieb man stets auf Tuchfühlung ehe man sich beim Stande von 9:10 mit einem Fauxpas im Spielaufbau den möglichen Ausgleich und Schritt in die Satzverlängerung selbst zerstörte. Entsprechend geknickt ging es zur Pause in die Kabine. Mit zwei Wechseln im Defensivbereich kam man nach der 10-minütigen Verschnaufpause aufs Feld zurück. Mit einigen gelungenen Aktionen schöpfte man noch einmal Mut, doch der Druck des Deutschen Meisters blieb hoch und als man auch noch einige vermeidbare Punktverluste hinnehmen musste, war mit 7:11 auch Satz Nr. 7 dahin. Im folgenden Durchgang schien das Spiel einem schnellen Ende zuzulaufen. Doch trotz 4:10-Rückstands steckten die Rosenheimer nicht auf und konnten noch 4 Matchbälle abwehren ehe Patrick Thomas den Deckel zum 8:11 zumachte.

„Wir haben durchwegs wechselhaft gespielt und so kann man dem TSV Pfungstadt nicht beikommen. Aufgegeben haben wir aber nie und zum Spielende noch einmal gezeigt, dass man uns niemals abschreiben sollte.“ so Spielführer Steve Schmutzler nach dem Spiel.

 

FBC Offenburg  –  TV 1865 Waibstadt (N) 5:1 – Punkte bleiben in der Ortenau    ( 11 : 3   11 : 8   11 : 9   7 : 11   11 : 9   11 : 6   )

Die Bundesliga-Faustballer des FBC Offenburg haben den badischen Aufsteiger TV Waibstadt am Samstag klar mit 5:1 (11:3, 11:8, 11:9, 7:11, 11:9, 11:6) bezwungen. Im Männerbad-Stadion zeigte die Mannschaft von Trainerin Birthe Lilienthal über weite Strecken eine solide Leistung.

Zunächst war unklar, in welcher Formation der FBC auflaufen kann. Zum am Knie verletzten Marius Riffel gesellten sich noch Mark Borho mit Rücken- sowie Stefan Konprecht mit Kreislaufproblemen auf die Liste der angeschlagenen Spieler. Nach dem Einspielen gaben dann allerdings alle drei grünes Licht, und Birthe Lilienthal konnte aus dem Vollen schöpfen. Sie schickte im Angriff Konprecht neben Sven Muckle auf den Rasen. In der Defensive sollten neben Riffel Borho und Matthias Lilienthal für Stabilität sorgen. Spielführer Michael Haas blieb in den ersten beiden Sätzen zunächst auf der Bank. »Bei diesen heißen Bedingungen müssen wir kein Risiko eingehen. So können wir Kräfte schonen und gegebenenfalls nachlegen«, erklärte Lilienthal.

Im ersten Spielabschnitt profitierten die Hausherren vor rund 100 Zuschauern von zahlreichen Eigenfehlern der zu Beginn nervös agierenden Gäste aus Waibstadt. Schnell ging der Durchgang mit 11:3 an den FBC, der mit 11:8 und 11:9 nachlegte. Mit einer beruhigenden 3:0-Satzführung ging es in die erste Pause.

Danach hatte Offenburg Probleme. Immer wieder schlichen sich kleine Unkonzentriertheiten ein. Dies nutzte Waibstadt kaltschnäuzig aus und feierte beim 7:11 den ersten Satzgewinn. Es folgte der augeglichenste Durchgang des gesamten Spiels. Mit 9:7 lagen die Offenburger bereits in Führung, ehe die Gäste auf 9:9 konterten. Mit zwei weiteren Punkten entschieden die Hausherren schließlich den Durchgang für sich. Im sechsten Satz zog Offenburg schnell vorentscheidend auf 9:2 davon und gewann schließlich mit 11:6.

 

Starke Heimbilanz

Mit dem dritten Heimsieg im vierten Spiel führten die Offenburger ihre erfolgreiche Heimserie weiter fort. Mit diesem Erfolg entledigte sich der FBC erst einmal aller Abstiegssorgen. »Wir haben heute, egal in welcher Formation, eine gute Leistung abgerufen und dem Gegner unser Spiel aufgezwungen«, freute sich Spielführer Michael Haas über den Sieg.

TV Waldrennach (N)  –  TV Vaihingen/Enz   4 : 5 – TVV hat den Klassenerhalt sicher  ( 5 : 11   11 : 8   7 : 11   7 : 11   11 : 7   11 : 7   7 : 11   11 : 7   9 : 11   )

 

Vaihingen. „Wie erwartet, war es jetzt viel enger als im Hinspiel“, analysiert Marco Lochmahr. Der Spielertrainer des TV Vaihingen hatte schon vor der Fahrt in den Schwarzwald erklärt, dass die Waldrennacher bei ihrer 0:5-Niederlage am Alten Postweg einen schlechten Tag erwischt hatten. „Die Gegner haben dieses Mal viel weniger Fehler gemacht als im Hinspiel“, sieht sich Lochmahr bestätigt. „Wir haben lange gebraucht, bis wir gepunktet haben. Und wir haben viel zu lange gebraucht, um aus der eigenen Angabe zu kommen.“ Dennoch lief es in den Sätzen eins und drei gut für den TVV. Die Ergebnisse von 11:5 und 11:7 sprechen für sich. Dazwischen gewannen allerdings die Gastgeber mit 11:8 zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Nach der ersten Pause zog der TV Vaihingen mit einem weiteren 11:7-Satzgewinn auf 3:1 davon. Da waren die Gäste allerdings schon um einen Mann dezimiert – um einen möglicherweise spielentscheidenden. „Marc Krüger hat sich nach seiner Fußverletzung jetzt an der Wade verletzt“, berichtet Lochmahr. „Ohne ihn war es für Kolja Meyer schwer.“ Denn im Lauf eines langen Spiels lernen auch unbekannte Gegner den einzigen Hauptschlag einer Mannschaft und seine Tricks so gut kennen, dass er sie kaum noch überraschen kann. „Die große Stärke von Waldrennach dagegen ist, dass die Mannschaft drei Angreifer hat, die alle gutes Niveau spielen können. Da herrscht schnell leichte Verwirrung, welcher Schlag dieses Mal kommt.“ Das gelte für den Angriff, noch mehr aber für die Angabe. Mit nur noch einem etatmäßigen Schlagmann im Team taten sich die Vaihinger etwas schwerer. Doch Meyer brachte vollen Einsatz und kam so immer wieder durch. Selbst als Waldrennach die Aufstellung in ein W änderte, indem der Mittelmann vorgezogen wurde, wusste er sich zu helfen. Allerdings musste der TVV in vielen Sätzen erst einmal ein paar Punkten Rückstand hinterherlaufen, ehe es wieder lief. Nach der 3:1-Führung glich Waldrennach auf 3:3 aus, jeweils mit 11:7.

Nach der nächsten Pause erkämpfte sich Vaihingen eine 8:6-Führung. Ein Ass von Meyer, ein weiterer direkter Punkt aus seiner Angabe zum 10:7 und schließlich eine Waldrennacher Angabe ins Aus bedeuteten das 4:3 nach Sätzen. Doch dann hatte der vorher so sichere Angabenschläger eine kleine Durststrecke. Drei Fehler in Folge, mal zu lang und mal in die Leine, bedeuteten gleich wieder deutlichen Vorsprung für Waldrennach. Beim 6:2 für die Gastgeber fiel der Ball verdächtig nah ins Aus, wurde von den Linienrichtern aber gut gegeben. Vaihingen kämpfte sich auf 6:7 ran – vor allem lief und hechtete sich einer für den anderen – aber ein paar spektakuläre Ballwechsel später stand es 7:11 aus Vaihinger Sicht. Ein Ass von Jeremy Wuhrer beendete den Satz. Es folgte ein heiß umkämpfter Entscheidungsdurchgang. Vaihingen geriet mit 3:5 in Rückstand. Einmal erhechtete Lochmahr den Ball, kam aber nicht mehr weit genug unters Spielgerät, so dass es seitlich wegsprang. Den Punkt zum 5:5 holte Meyer mit einem Schlag auf die Linie. Ab diesem Moment geriet Vaihingen nicht mehr in Rückstand. Zwar betrug der Vorsprung nie mehr als zwei Punkte, doch den zweiten von zwei Matchbällen verwertete Meyer mit einem Ass zum 11:9.


TV Wünschmichelbach  –  TV Schweinfurt-Oberndorf   5 : 3 – TVW besiegt den Fluch  ( 9 : 11   11 : 5   11 : 9   15 : 13   8 : 11   8 : 11   11 : 7   11 : 8   )

 

Der Fluch ist Geschichte – 8 vergebliche Anläufe unternahm der TVW um gegen den TVO zu bestehen am Samstag war es dann soweit. Wobei der Gast aus Franken zunächst besser in die Partie fand. Aus einer gesicherten Abwehr heraus bekamen die beiden Angreifer Fabian Sagstetter und Jaro Jungclausen immer wieder das Zuspiel perfekt auf die Leine serviert. Der TVW zu diesem Zeitpunkt ohne Konzept gegen die einfallenden kurzen Bälle die insbesondere Jaro Jungclausen ein um das andere Mal im Halbfeld des TVW ablegte. Erst gegen Ende des ersten Satzes bekam dann der TVW Zugriff auf das Spiel. Der zweite Satz dann wieder kurios aus einem 1:4 macht der TVW dann binnen Minuten ein 7:4 um dann den Satz mit 11:5 nach Hause zu bringen – eine ganz starke Antwort. Im dritten Satz geht der TVW mit 6:1 in Führung um dann mit 6:7 in das Hintertreffen zu geraten. Mit Ach und Krach kann man den Satz gerade noch nach Hause bringen – erst die Umstellung auf die vorgezogene Mitte bringt endlich die Gefahr der kurzen Bälle zum erliegen. Nun ist Fabian Sagstetter in der Angabe immer mehr gefordert. Der TVW kann sich auf die Zweiteilung im Angriff verlassen und die Abwehr bringt immer mal wieder einen Ball mehr in den Aufbau, der dann auch mit viel Power im gegnerischen Feld untergebracht wird – trotzdem kann erst im Endspurt der 4te Satz 15:13 für den TVW gewonnen werden. In den Sätzen 5 und 6 läuft der TVW ständig dem TVO hinterher und der Spielaufbau kommt ins Stocken – auch einige individuelle Fehler bringen den TVO auf 3:3 Satzausgleich heran. Bis zum 6:7 im 7 Satz ist es eng, dann platzt der Knoten auf TVW Seite – 5 Angriffe in Folge finden ihr Ziel zum 11:7 -zu diesem Zeitpunkt ist es ein Spitzenspiel mit tollen Szenen auf beiden Seiten und mit einem Publikum das beide Mannschaft mit Beifall unterstützt. Das Momentum kann der TVW in den achten Satz mitnehmen, aber der TVO wehrt sich vehement und bei 7:6 und 8:7 ist es nochmals ganz eng und die Luft knistert vor Spannung. Der TVW kann sich dem Dauerdruck der Schweinfurter erwehren und bringt mit 11:8 den 5:3 Sieg nach Hause. Das Spiel stand unter der umsichtigen Leitung von Jörg, Herrmann der sich im Gegensatz zu den Spielern keine Verschnaufpause gönnte

Joachim Sagstetter „Wir haben heute sehr viel mehr Eigenfehler produziert als im Hinspiel vor 3 Wochen, das hat der Gegner genutzt“

 

TV Schweinfurt-Oberndorf  –  TV Waldrennach (N)   5 : 3 ( 11 : 0   11 : 6   11 : 9   6 : 11   11 : 6   9 : 11   9 : 11   11 : 5   )

Am Sonntag traf der TVO zuhause auf Aufsteiger TV Waldrennach. Nach der am Samstag im Verfolgerduell gegen den TV Wünschmichelbach erlittenen Auswärtsniederlage war für das Heimspiel Wiedergutmachung angesagt. Diese gelang mit einem 5:3 Sieg vor 80 Zuschauern bei dem auch die stürmischen Windverhältnisse den Spielern manchen Streich spielten. Der erste Satz sah ein TVO-Team das furios startete, aus einer starken Abwehr ein Zuspiel ermöglichte und mit gelungenen Angriffen, auch mit den zahlreichen Eigenfehlern des Gegners, Punkt um Punkt erzielte und den Satz mit 11:0 gewann. Beim zweiten Satz geriet Oberndorf zunächst in Rückstand, konnte zum 4:4 ausgleichen und zog auf 9:4 davon und hatte beim 10:6 Satzball der zum 11:6 und zum 2:0 führte. Im dritten Satz ging es hin und her, beide Mannschaften schenkten sich nichts. Waldrennach führte 9:8, das der TVO ausgleichen konnte und mit den nächsten zwei Angriffen den Satz mit 11:9 gewann und mit dem 3:0 ging es in die Satzpause. Der vierte Satz, Trainer Joachim Sagstetter hatte gewechselt, verlief bis zum 6:6 ausgeglichen. In der Oberndorfer Mannschaft kam es zu Missverständnissen, der Angriff hatte zu wenig Druck so dass der Gegner das Spiel übernahm und mit dem 11:6 Satzgewinn auf 3:1 verkürzte. Im fünften Satz hatten sich die Oberndorfer Jungs gefunden und gelangten zur 9:2 Führung. Mit artistischen Aktionen und spektakulären Einlagen wurden die Zuschauer begeistert  und mit dem 11:6 das 4:1 erzielt. Der sechste Satz sah beide Mannschaften wieder auf Augenhöhe. Oberndorf führte 9:8, versäumte durch Eigenfehler den Sack zuzumachen, sodass der Gast mit dem 11:9 auf 4:2 verkürzte. Nach der zweiten Satzpause im siebten Satz ähnliches Spiel wie im vorhergehenden. Bis zum 7:7 hielt der TVO mit, überlies dem Gegner, der Schwächen der Gastgeber nutzte, die Initiative, die zum 11:9 Satzverlust führte und Waldrennach auf 4:3 heranbrachte. Nun wollte Oberndorf den Sieg und lag mit einer überzeugenden Mannschaftsleistung mit 8:4 in Front. Des Gegners Kräfte liesen nach und mit dem 11:5 war ein verdienter 5:3 Sieg geschafft.

 

TV Vaihingen/Enz  –  TSV Pfungstadt (DM)   0 : 5  ( 5 : 11   6 : 11   9 : 11   6 : 11   7 : 11   )

Auch der TVV musste die Dominanz des TSV anerkennen – durch die Verletzung von Marc Krüger fehlt ein wichtiger Mosaikbaustein um Entlastung für den Angriff zu bringen.

Vorschau:

In der nächsten Woche stehen weitere Partien im Fokus – schon am Freitagabend zu einem Flutlichtspiel trifft Waibstadt auf Vaihingen. Am Samstag wird Wünschmichelbach seinen Platz 2 verlieren, dann muss er gegen Pfungstadt antreten. Der TVO muss Samstags nach Offenburg und Sonntags wird ihn das gleiche Schicksal erleiden wie den Rest des Feldes denn dann wartet der TSV Pfungstadt. Offenburg empfängt zusätzlich noch den  MTV Rosenheim – wenn da für den FBC noch was gehen soll, dann am Wochenende – das sind jeweils 4 Punkte Spiele. Der MTV spielt Samstags zuerst gegen Waldrennach.

 

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